Das Projekt
Der Schock
Sonntag, der 1. Oktober 2023. Perfekte Wetterbedingungen für unseren Epic-Bike-Day. Voller Vorfreude fanden wir uns am Vorabend im Chateau de Mazan ein. Peter und Gillian von Norden, Andreas und Claudia von Osten, Michi und Balla von Westen. Dann die Nachricht des Hotelmanagers, die uns das Blut in den Radlerbeinen gefrieren ließ. „Porsche Autorennen auf den Mont Ventoux“. Die Auffahrt von 8 bis 18 Uhr gesperrt.
Peter gab sich nicht mit der Aussage eines Nicht-Radlers zufrieden und forschte nach. Die Porschefraktion fährt vormittags die Gorges de la Nesque. Die D974 von Bédoin auf den Mont Ventoux ist daher erst ab 12 Uhr gesperrt. Entwarnung! Wir wollten aber spätestens um 12 Uhr am Gipfel angekommen sein, um jeder Straßensperrung aus dem Weg zu gehen.
Eine Ausfahrt im Vaucluse
Ein Straßenschild „Mont Ventoux“, eine scharfe Rechtskurve und Radler. Jetzt begann unser scharfer Start auf der „berühmten“ D974 (Carpentras – Bédoin – Mont Ventoux – Malaucène).
- Peter konnte und wollte nicht anhalten. Mit seiner 39/24 Übersetzung brauchte er ständig Druck auf den Pedalen.
- Andreas wollte nicht anhalten (es gibt ja keinen Grund).
- Ich musste einige Male anhalten, es gab so viel zu fotografieren (eine kleine Auswahl findet ihr hier im Bericht).
Etappenplan über den Mont Ventoux
Von Bédoin bis zum Gipfel sind es 22 km. Von Bédoin bis zum Chalet Reynard geht’s fast ausschließlich durch (um diese Jahreszeit schattigen) Wald. Diese 16 km haben es in sich. Fast immer zweistellige Steigungsprozente (10% bis 12%) zeigt der Radlcomputer an. Ab dem Chalet Reynard bis zum Gipfel geht es durch die Steinwüste. Hier sind noch zwei wichtige POIs zu passieren: Tom Simpson Gedenkstein (ein Mahnmal!) und der Col des Tempêtes mit 1830 m, der Pass des Mont Ventoux. Runter auf der Nordseite nach Malaucène sind es 21 km. Der erste Abschnitt bis zur Schistation Mont Serein ist neu geteert, schattig und super schnell. Danach ist’s ruppig, schattig und nervig. Das letzte Drittel ist kurvig, sonnig und provenzalisches schön.
Die Überquerung des Kotzbrockens*
Neben den Berufsfotografen, die am Straßenrand beste Actionfotos schossen, konnte ich mich gar nicht zwischen Radln und Fotografieren entscheiden. Wir gesellten uns – einer nach dem anderen – zum bunten Treiben am Gipfel, machten Fotos und Pause, fachsimpelten über Gewicht und Übersetzungen und stürzten uns alsbald in die Abfahrt.
Der unumgängliche Umweg
*Kotzbrocken nennen die Tour de France Fahrer den Mont Ventoux.






















Suuuper!! Gratuliere!
Tolle Bilder (habt ihr die Trikotfarben abgesprochen?), Traumziel, und vermutlich ideale Bedingungen in diesem aussergewöhnlich milden aber nicht heissen Spätsommer, die den Kotzbrocken wohl gar nicht so mörderisch erscheinen ließen, oder?
Hier noch die unsägliche Reporterfrage: „Wie fühlen sie sich nach diesem Sieg?“
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Und der Hund als Begleitung erinnert mich sofort an eine Berg/Klettertour mit Michi auf Korsika…. *grins*
Farben
Die Trikot-Farben passen auch zu den Rennrädern!
War so nicht abgesprochen;-)
Feeling
„Ja, es war hart. Ich hatte nicht die besten Beine und die Konkurrenz war richtig stark. Aber die nächsten Rennen stehen noch an und ich und mein Team werden wieder alles versuchen, um auf’s Podium zu kommen.“
Hund
Tour 1989 im November auf den Monte d’Oro mit Hund.